2001 ging HWAM eine Zusammenarbeit mit dem Designer-Duo Sørig & Jacobsen ein. Aus dieser Zusammenarbeit sind seither viele attraktive Kaminöfen von HWAM hervorgegangen.

"Warm, freundlich und einnehmend" – diese Attribute schwebten den beiden Industriedesignern Henrik Sørig Thomsen und Tobias Jacobsen vor, als sie sich daran machten, den ersten Kaminofen für HWAM zu entwerfen. Im Jahre 2001 kamen die aufsehenerregenden Kaminöfen Figaro, Carmen, Othello heraus und später das Modell 20/80 mit gebogener Scheibe sowie die Serien HWAM 3600 und HWAM 2600.

„Um den Entwicklungsprozess ergiebiger und interessanter zu gestalten, haben wir uns zu einer Zusammenarbeit entschlossen. Wenn wir zusammenkommen, entsteht eine Art kreative Energie und wir inspirieren einander”, berichtet Henrik Sørig Thomsen. Henrik Sørig Thomsen ist gelernter Tischler und Tobias Jacobsen Goldschmied. Während ihrer Ausbildung an Danmarks Design Skole wurde ihnen Handwerkliches und Kreatives vermittelt.

„Bei der Arbeit mit einem HWAM-Modell befassen wir uns intensiv mit Linienführung und Gesamterscheinungsbild. Zahlreiche Gestaltungselemente und Funktionen müssen aufeinander abgestimmt werden. Und dabei legen wir auch Wert auf eine ansprechende Rückseite. Deshalb versuchen wir, dem Kaminofen den Charakter eines Möbelstücks zu verleihen. Das Modell muss sich so präsentieren, wie man es von bekannten Möbelklassikern her kennt.

Eine gelungene Formgebung ist das Ergebnis eines regen Gedankenaustauschs in einem interessanten Schöpfungsprozess. Die beiden Designer müssen sich dabei auf Kundenanforderungen einstellen und sich eingehend mit technischen Details befassen.

Da die beiden Ateliers Henrik Sørig Thomsen Designstudio (Aarhus) und Tobias Jacobsen Design (Kopenhagen) bei Gestaltungsaufgaben häufig zusammenarbeiten, unterhalten sie aus diesem Anlass die gemeinsame Firma Sørig & Jacobsen I/S.

Beide Designer haben u. a. Möbel für Wohnräume und Außenbereiche sowie elektronische Geräte entworfen, wie etwa das Beocom Telefon für B & O.

www.soerig-design.dk 
www.tobiasjacobsen.dk 

Perspektive und Haltung
Wir arbeiten nach der Richtlinie, dass die Form die Funktion ausdrücken muss. Es muss deutlich werden, wofür das Produkt verwendet werden soll, und welche Geschichte die Form erzählen will. Indem man den Kaminöfen ein schönes und expressives Aussehen verleiht, gibt man dem Architekten gute Gestaltungsmöglichkeiten. Der Kaminofen kann die Architektur des Hauses entweder unterstreichen oder einen Kontrast dazu schaffen; das Wichtigste ist jedoch, dass zu dem Design deutlich Stellung genommen wird, und dass der Ofen als eine schöne, persönliche Wahl hervorgehoben wird.

Das ist unser Anliegen
Wenn wir mit der Formgebung arbeiten, ist es uns sehr wichtig, dem Produkt einen skulpturellen Charakter zu verleihen, der aus jedem Winkel betrachtet, hervortritt und mit den gewohnten Symbolen bricht. Es ist jedoch ebenfalls wichtig, dass der Prozess von dem ausgeht, was ein Kaminofen darstellt. Ein Kaminofen ist ja weit mehr als ein Lifestyle-Produkt, und wir studieren mit genauso großem Interesse Gebäude, Skulpturen und die Formen der Natur, während wir uns Gedanken darüber machen, wie man Umweltbelastungen vermeiden und Energie sparen kann. Dies ist unter anderem möglich, indem man durch Umsicht und langzeithaltbares Design Produkte mit langer Lebensdauer schafft.

Über die Zusammenarbeit mit HWAM
Wenn wir uns mit HWAM treffen, um das Modell und das Design mit der Technologie in Einklang zu bringen, geschieht dies mit Respekt und Aufmerksamkeit auf beiden Seiten, eben weil alle daran interessiert sind, dass Form und Funktion zu einer Einheit werden. Zusammen mit den besten Ingenieuren von HWAM sind wir auf der Jagd nach der besten und schönsten Lösung. Dies ist äußerst spannend und wir sind fast wie Detektive, die Antworten auf die vielen Fragen suchen. Wir fühlen eine gewisse Freiheit und ein Interesse am Design, und wir ergänzen einander sehr gut. Es besteht eine große Offenheit und Kreativität vonseiten HWAMs. Viele Ideen werden gemeinsam entwickelt.

Gedanken über ein HWAM-Produkt
Mit Figaro war es unser Wunsch, eine skulpturelle Form zu schaffen, welche die Kraft des Feuers widerspiegelt und den Betrachter einlädt. Durch die 5 Grad Neigung haben wir einen bequemeren Blick auf die Flammen, und das Feuer wird so eingerahmt, dass es zu einem schönen Bild an der Wand wird. Dies machten wir mit dem Gedanken an eine Staffelei, die schräg ist, damit man das Bild aus dem besten Winkel betrachten kann. Um die Form etwas weicher zu gestalten, haben wir allen Kanten eine Rundung gegeben, wie bei gut getischlerten Möbeln. In Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von HWAM haben wir die Brennkammer breiter gemacht, sodass Platz genug für große Scheite ist, mit denen man ein ordentliches Feuer machen kann. Die Wärmenutzung ist optimal und wir glauben, dass der Figaro ein schöner Sammelpunkt um das Feuer werden kann, an dem man seine eigenen Geschichten oder einen Freiraum schaffen kann, um sich nach einem anstrengenden Tag zu entspannen.

Über die Öfen der Zukunft
Kaminöfen neigen dazu, "retro" und nostalgisch zu sein. Dieser Tendenz möchten wir entgegenwirken. Wir sind der Ansicht, dass es wichtig ist, zu der Zeit zu stehen, in der wir leben, und dass wir darauf vertrauen, dass wir Wohlbefinden und Schönheit in der Gegenwart schaffen können, ohne uns auf Nostalgie berufen zu müssen oder eine bestimmte Vorstellung davon zu schaffen, was Gemütlichkeit ist. Wie schon erwähnt, muss der Ofen natürlich unter Berücksichtigung der Architektur, in die er sich einfügt, gestaltet werden. Wir möchten lediglich daran erinnern, dass ältere Architektur nicht notwendigerweise einen "Retro"-Kaminofen erfordert. Oft geschehen die interessantesten Dinge, wenn man neu und alt vermischt....